AKTUELLES


Ausschuss legt Biogasanlage zu den Akten

Das Konzept zum Bau einer Biogasanlage in Lampertheim wurde nun im Stadtentwicklungs- und Bauausschuss zu den Akten gelegt. Grünen-Fraktionschef Helmut Rinkel kündigte für die nächste Stadtverordnetenversammlung eine Stellungnahme zum Thema an. Kritisiert wurde von ihm die Art und Weise, wie die Debatte über das Energieprojekt geführt wurde. Wir schließen uns dieser Kritik an!

10.07.2014


Biogasanlagen-Projekt gestorben

Nun ist es offiziell: In der Presse stand, dass der Magistrat den formalen Bebauungsplan-Beschluss zurückgezogen hat. Das Stadtparlament muss im Juli noch abschließend entscheiden.

04.06.2014


Offenlage und Widerspruchsfrist beendet

Bis zu 350 Einsprüche liegen der Stadtverwaltung vor. Wir danken allen Bürgern und Bürgerinnen, die ihre Einspruchsmöglichkeit wahrgenommen haben!

29.01.2014


Offenlage und Einspruchsmöglichkeit bis 24. Januar 2014

Bisher gingen schon viele Widersprüche bei der Stadtverwaltung ein. Bis einschließlich Freitag, 24.01.2014 können Sie von Ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen.

23.01.2014


Offenlage beginnt ab 17. Dezember 2013

Nun ist es amtlich: die Offenlage bei der Stadtverwaltung beginnt am 17.12.13. Bitte nehmen Sie von Ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch. Die Offenlage ist befristet auf vier Wochen.

07.12.2013


Offenlage auf unbestimmte Zeit verschoben

Wie wir heute von der Stadtverwaltung erfahren haben, verzögert sich die Offenlage noch wegen eines Krankheitsfalls im Amt. Einsprüche bitte noch nicht bei der Stadtverwaltung abgeben.

16.10.2013


Auch bei der Kerwe ein Thema: "Bio"gasanlage - kritisch beleuchtet

Hier ein Auszug der Kerwe-Rede (Dank an Heinz Eichenauer für die Veröffentlichung!):

Ehr Iiewe Leit, wonn ich 's Eich saag
bei uns plant mer jetzt e Biogasoolag
do können mir nit druff verzichte
in Lambader Großbauer, der will die errichte.

Des klingt jo alles wunderbar,
weil Energie erneuerbar
doch dodezu sei vun mir hier ergänzt
es is nit alles Gold was glänzt.

Fer so e Oolag brauchscht Baracke
dann tonnenweise Hinkelkacke
so zwischedorch brauchscht aa noch Mais
un immer widder Hinkelscheiß.

Dann brauchschte noch, seid Eich im klar'n
LKW's, die den Dreck dorch Lambade fahr'n
un des alles soll die Umwelt schone
drum gibt's vum Staat noch Subventione
die sin bei uns im ganze Land
als Güllebonus auch bekannt
drum passt hier des Sprichwort, ich sag's mit froher Miene
mit Scheißdreck konn mer Geld verdiene.

Die Auswirkunge vun so re Oolag sin fer Dritte
selbst unner Experte höchst umstritte
un ich heb gelese, des is kon Witz
ehr Leit, do fällschte glei vum Sitz
wege so Biogasoolage, glaubt es mir
steigen die Preise fer Lebensmittel un fers Bier
un do heb ich als Kerweborsch schon was degege
drum muss ich energisch Protest oilege
do bricht der aus de Kron de letschte Zacke
Bierpreiserhöhung wege Hinkelkacke
do muss ich leider un mitnichte
uff so e Oolag schnell verzichte.

Ehr Leit, ich sag des unverhohle
die Betreiber machen Kohle
un mir de Rest, a do reg ich mich uff
mer legen halt wie immer druff
dank denne Biogasoolage - Strunzer
Wem kehrt die Kerwe - Unsa !

Auszug Lampertheimer Kerwe-Rede Sept. 2013

Offenlage Ende August/Anfang September(?) - noch tut sich nichts...

Laut der Stadt Lampertheim soll der Bebauungsplan Ende August/Anfang September ausgelegt werden.

Momentan herrscht Schweigen im Walde.


Hinweis:

Wenn die Offenlage in der Presse (Südhessen Morgen bzw. in der Lampertheimer Zeitung) als Amtliche Bekanntmachung erscheint, beginnt die vierwöchige Widerspruchsfrist.

Das unten stehende Fomular können Sie für einen Widerspruch verwenden. Füllen Sie es aus und senden es ab der gültigen Frist (genaues Datum wird noch bekannt gegeben) an die Stadtverwaltung bzw. an uns. Wir leiten es dann weiter (siehe auch unten stehenden Text "Infostand").

11.09.2013


Infostand

Die Initiativgruppe stand heute Vormittag mit einem Infostand auf dem Schillerplatz. Wir hatten regen Zuspruch und haben nachfolgend das Einspruchsformular gegen die geplante *Bio'gasanlage auf unsere Homepage gesetzt.

Die vorgedruckten Formulare enthalten Felder zum Ankreuzen. Sie können Sie mit Ihrer Adresse, Datum und Unterschrift nach der Amtlichen Bekanntmachung in der Presse an die Stadtverwaltung oder auch zuerst an uns übergeben (Mail > info@initiativgruppe-lampertheim.de). Wir holen es bei Ihnen, wenn Sie in Lampertheim wohnen, ab.

Der Termin der Amtlichen Bekanntmachung wird noch auf unserer Homepage veröffentlicht.

Zum Download draufklicken > Einspruch/Widerspruch

Vielen Dank an alle, die uns unterstützen wollen, um diese wenig nachhaltige und ökologisch sinnlose Anlage zu verhindern!

06.07.2013


Naturschützer „verstört“

Biogasanlage: Sprecher der Initiativgruppe gegen das Projekt bleiben auch nach der Anhörung
bei ihrer kritischen Haltung

Von unserem Redaktionsmitglied Uwe Rauschelbach

Lampertheim. Die Bedenken der Gegner der geplanten Biogasanlage an der Wormser Landstraße sind nicht kleiner geworden. Im Gegenteil. Äußerungen von Landwirt Werner Hartmann, der die Anlage auf seinem Grundstück bauen will, und die Ergebnisse aus der Beteiligung der Öffentlichkeit haben die Vertreter der "Initiativgruppe gegen die agrar-industrielle Biogasanlage in Lampertheim" alarmiert.

Der Ort für das gestrige Pressegespräch, das Vereinsheim des Angelclubs Freundschaft (ACF) am Heideweiher, wirkt idyllisch. Doch die Atmosphäre am Tisch ist gespannt. Denn die Sprecher der Initiativgruppe, die auch Verbänden wie dem Naturschutzbund (NABU) und dem Bund für Umweltschutz Deutschland (BUND) angehören, sehen ihre Bedenken nach dem Abwägungsverfahren keineswegs ausgeräumt. Ihre Hoffnung setzen sie nun auf einen Meinungsumschwung in den parlamentarischen Gremien, die sich in der nächsten Sitzungsrunde noch einmal mit dem Projekt befassen werden.

Hecke mit 22 Vogelarten

Als "bestürzend" und geradezu "verstörend" wertet BUND-Sprecher und Grünen-Mitglied Dieter Melchior das Anhörungsergebnis, wonach die Haupterschließungsstraße zur künftigen Biogasanlage weiterhin am Bahndamm und an einer ökologisch wertvollen Hecke entlang führen soll. Dort nisteten 22 Vogelarten. Mit dem Rebhuhn und der Feldlerche seien zwei besonders schützenswerte Vogelarten gesichtet worden - allerdings nicht vom lediglich standardisierten Gutachten, wie Melchior bemängelt.

Lediglich die landwirtschaftlichen Fahrzeuge würden auf einem Feldweg zur Biogasanlage geleitet, der von der Landesstraße an den Feldern von Landwirt Rigo Strauß entlang verläuft. Die Naturschützer hatten laut NABU-Sprecherin Andrea Hartkorn aber gehofft, dass der gesamte Straßenverkehr in Zusammenhang mit der Biogasanlage nicht an der Hecke entlang geführt werde. Sie sorgt sich zudem um Äußerungen Werner Hartmanns in dieser Zeitung, der beim Verwertungsmaterial von "Bioabfällen" gesprochen hatte ("SHM" vom 24. Mai). Damit aber, so Hartkorn, würde die Biogasanlage zum "reinen Entsorgungsbetrieb", der sich einem völlig neuen Genehmigungsverfahren stellen müsste.

Beklagenswert finden die Sprecher der Initiativgruppe auch, dass die Naturschutzverbände keinen Einfluss auf die Art der landwirtschaftlichen Produktion haben. Dies sei mit dem Argument der "unternehmerischen Freiheit" abgewiesen worden. Nun befürchten sie eine zunehmende "Vermaisung" auf den Feldern rund um Lampertheim, weil Biogasanlagen stark auf Maisprodukte angewiesen seien.

Biotop "aufgehübscht"

Dass zur Kompensation der Baumaßnahme ein benachbartes Biotop aufgewertet werden solle, ist in den Augen der Naturschützer wenig wert. Dieses werde lediglich "aufgehübscht", findet Dieter Melchior. Die Ausräumung der Landschaft und die Vertreibung von Lebensarten könne damit nicht verhindert werden.

Auch mit der Beimischung von Hühnerkot in die Gärreste können sich die Sprecher der Initiativgruppe nicht anfreunden. Und auch mit Blick auf die derzeit hohen Grundwasserstände befürchten sie zusätzliche ökologische Konflikte, worauf ACF-Vorsitzender und Mitglied der Initiativgruppe, Karl-Heinz Barchfeld, hinweist. Auch den Anwohnern am Kreisel Wormser Landstraße, Alexander Morawetz und Iris Henkelmann, schwant mit Blick auf das geplante Projekt in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft nichts Gutes.

Für ein Bürgerbegehren liegen nach Einschätzung der Naturschützer die Hürden zu hoch. Sie wissen aber in etlichen Punkten auch die Untere Naturschutzbehörde an ihrer Seite, die im Anhörungsverfahren durchaus kritische Positionen bezogen habe. Geklärt werden soll nun, ob Einspruch gegen die Planfeststellung erhoben werden soll.

© Südhessen Morgen, Freitag, 21.06.2013


Aktuelles von der Bürstädter Biogasanlage:

Was tun, wenn‘s stinkt?

14.05.2013 - BÜRSTADT

BIOGASANLAGE Besichtigung durch Politiker am 3. Juni / Anwohner fordern besseren Schutz

(reb/red). Am 3. Juni findet eine Besichtigung der Biogasanlage Bürstadt durch die politischen Entscheidungsträger statt. Beginn der Besichtigung ist um 18 Uhr. Doch bevor sie überhaupt schon wieder in Betrieb ist, kommen schon die ersten scharfen Töne aus der Bevölkerung.

So schreibt Anwohner Ralf Ried laut eigener Aussage in Vertretung für die Anwohner an die Fraktionsvorsitzenden: „Aktuell werden die letzten Vorbereitungen getroffen, um die Biogasanlage wieder in Betrieb zu nehmen. Wir als Bewohner der westlichen Steinlache und Bürger der Stadt Bür-stadt möchten Sie bitten, den Schutz der Bürger zu gewährleisten.“ In der letzten Betriebsperiode sei die Geruchsbelästigung so extrem stark gewesen, dass sich verschiedene Anwohner übergeben hätten und ärztlich behandelt werden mussten, so Ried.
„Wir bitten Sie, das Wohl der Bürger der Stadt Bürstadt als Ihre vordringliche Aufgabe zu betrachten. Die Betriebsgenehmigung sollte so gestaltet werden, dass bei Geruchsbelästigung die Stadt auf Hinweise der Bevölkerung aktiv wird und Möglichkeiten geschaffen werden, den Betreiber zu einer Nachrüstung zu zwingen.“ In der Vergangenheit sei die Geruchsbelästigung mehrfach auf das Ausbringen von Gülle geschoben worden. „Das ist nachweislich falsch und kann von mehreren Personen bezeugt werden. Wir bitten Sie auf diesem Wege, alle Mittel und Wege auszuschöpfen, die der Stadt zur Verfügung stehen, um die eigenen Bürger zu schützen.“ Abschließend bittet Ralf Ried um eine Mitteilung, was die Anwohner der Steinlache West tun können, um diesen Prozess zu unterstützen.


11.02.2013

- Umweltverbrechen im Namen des Klimaschutzes -   ...dieser Film rüttelt wach!  


27.01.2013

Die Cerealienhersteller Kölln und Brüggen melden Hafer-Engpässe: Weltweit werden immer mehr Ackerflächen für den Biokraftstoff-Anbau umgewidmet. Lebensmittel werden knapper, die Preise steigen.

> zum Presseartikel


24.01.2013

Sobald es zur Offenlage kommt, werden wir wieder mit einem Info-Stand auf dem Schillerplatz vertreten sein. Dabei werden wir Einspruchsformulare gegen die industrielle 'Bio'gasanlage an die Bürger/innen verteilen.


23.11.2012

Die gestrige Bürgerinformationsveranstaltung hat gezeigt, dass die Lampertheimer BürgerInnen an der Sache interessiert sind und auch Kritik an der Anlage laut wurde.

Weiteres Verfahren:

Die Anregungen, die Bürger und Behörden zuletzt gegeben haben, werden nun gesichtet und bewertet.

Im Anschluss kommt es zu einem sogenannten Abwägungsvorschlag, der der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt wird.

Das Ergebnis wird dann noch einmal vier Wochen lang bei der Stadt offengelegt - jeder hat die Möglichkeit, ein letztes Mal Einwände zu Protokoll zu geben oder schriftlich einzureichen.

> zum Presseartikel


19.11.2012

Hühnerkot wird als Düngemittel verwendet - Gefahr durch resistente Keime

Mist aus Holland auch auf Feldern im Werra-Meißner-Kreis

Werra-Meißner. Im Werra-Meißner-Kreis wird Hühnermist aus Holland als Dünger auf die Felder ausgebracht. Problematisch an dem Mist ist, dass er durch übermäßige, präventive Zugabe von Antibiotika - wie es in der Massentierhaltung üblich ist - multiresistente Keime enthalten kann.

Nicht selten enthält der Kot aus Massentierhaltung auch Tierkadaver, die eine wahre Brutstätte für Krankheitserreger darstellen und gesetzlich verboten sind. Gefährlich wird es für Mensch und Tier auch, wenn sich die Landwirte nicht an die Lagervorschriften halten und die Haufen nicht abdecken, so dass die Keime durch Stäuben ungehindert bis zu 100 Meter weit getragen werden können.

„Unseren Unterlagen zufolge haben in den letzten Jahren circa ein halbes Dutzend Betriebe im Werra-Meißner-Kreis Geflügelmist abgenommen“, sagt Michael Conrad, Pressesprecher des Regierungspräsidiums Kassel. Waren die Zahlen von 1446 Tonnen im Jahr 2008 im nächsten Jahr mit 200 Tonnen stark rückläufig, wurde seitdem ein kontinuierlicher Anstieg bis auf 4490 Tonnen im Jahr 2012 verzeichnet. Hessenweit wird diese Tendenz von 2548 Tonnen 2009 auf 18 985 Tonnen in diesem Jahr bestätigt. In der gesamten Bundesrepublik waren es 2011 insgesamt 1,5 Millionen Tonnen Gülle und Mist.

„Die Mengen haben in den letzten zwei, drei Jahren deutlich zugenommen, trotzdem ist es riskant daraus schon einen Trend ablesen zu wollen“, gibt Michael Conrad zu bedenken. Schätzungsweise werden jedoch 90 Prozent aller Lieferungen gar nicht erfasst, da sie mit einer Menge von unter 200 Tonnen nicht meldepflichtig sind. Bei Kontrollen wird der Mist lediglich auf Phosphate und Nitrate, jedoch nicht auf multiresistente Keime überprüft und das, obwohl bundesweit hunderte von Erkrankungen mit diesen Keimen beobachtet werden, deren Ursache nicht geklärt ist.

Von Gudrun Skupio

Artikel lizenziert durch © werra-rundschau
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Artikel publiziert am: 11.11.2012 - 18.58 Uhr
Artikel gedruckt am: 19.11.2012 - 11.26 Uhr
Quelle: http://www.werra-rundschau.de/nachrichten/lokales/werra-meissner-kreis/eschwege/mist-holland-auch-feldern-kreis-2607448.html


18.11.2012

Trotz Kälte gab es wieder regen Zuspruch an unserem Infostand auf dem Schillerplatz am Samstag, 17.11.12. Dabei wiesen wir die BürgerInnen auf den kommenden Donnerstag, 22.11.12 hin. Dann findet eine Bürgerinfoveranstaltung in der Zehntscheune, 17.30 Uhr, statt.

14.11.2012

Wir werden bereits zum dritten Mal einen Infostand auf dem Schillerplatz, Lampertheim, ab 9.30 Uhr, präsentieren.
Unterschriftenlisten werden ausgelegt. Wer auch welche auslegen möchte, kann sich bei uns melden > Kontakt

12.11.2012

Am Donnerstag, 22.11.2012, 17.30 Uhr, findet in der Zehntscheune, Großer Saal, Römerstr. 51, die Veranstaltung zur öffentlichen Beteiligung statt.